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Gemeinsam handeln,
Europa stärken

BDI-Präsident Ulrich Grillo und Pierre Gattaz, Präsident des französischen Unternehmensverbandes MEDEF, sprachen in Berlin unter anderem über die Flüchtlingssituation (Archivbild von 2014).

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Meinung
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Digitalisierung geht
uns alle an

BDI-Präsident Ulrich Grillo schätzt die vierte industrielle Revolution als zentral für die Wettbewerbsfähigkeit und damit für die Zukunft der deutschen Industrie ein.

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BDI-Verbände
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Bündnis zur Bekämpfung von Fluchtursachen

Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird ein Runder Tisch mit Teilnehmern aus Tourismuswirtschaft und Entwicklungsexperten ins Leben gerufen.

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Ostafrika
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Marktchancen für die
deutsche Industrie

Stefan Mair, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, hat den Präsidenten des East African Business Council
(EABC), Dennis Karera, Ende März in Berlin empfangen.

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China
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Wirtschaft braucht mehr Markt

Der Strukturwandel der chinesischen Wirtschaft ist risikobehaftet, wenn wichtige Reformen ausbleiben. Dazu gehört die Öffnung des Marktzugangs für ausländische Investoren.

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Ausschreibung
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Deutscher Kulturförderpreis 2016: Jetzt bewerben!

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI vergibt gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt jährlich den Deutschen Kulturförderpreis (Bild: Preisträger 2015).

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BDI-Themen
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  Die nächste BDI Agenda erscheint am 25. April 2016.
 
  Gemeinsam handeln, Europa stärken
BDI-Präsident Ulrich Grillo und Pierre Gattaz, Präsident des französischen Unternehmensverbandes MEDEF, sprachen mit der Nachrichtenagentur dpa und der französischen Finanzzeitung Les Echos in Berlin über die Digitalisierung der Industrie, die Reformpolitik in Frankreich und die Flüchtlingssituation.

Pierre Gattaz war mit einer Delegation von rund 40 Unternehmenschefs zu Besuch in Deutschland, um Geschäftsbeziehungen und Partnerschaften zwischen französischen und deutschen Unternehmen zu intensivieren. Die französische Delegation konnte sich außerdem ein Bild vom deutschen Modell der Berufsausbildung, des sozialen Dialogs und des Mittelstands machen. Ziel des Deutschland-Besuchs war es, Perspektiven für eine immer stärker integrierte europäische Kooperation aufzuzeigen. 

Bereits Mitte März haben die Präsidenten der deutschen und französischen Arbeitgeber- und Industrieverbände Ulrich Grillo, Pierre Gattaz und Ingo Kramer von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände eine Erklärung veröffentlicht. Darin appellieren sie geschlossen an die Politik, die Flüchtlingssituation durch mutiges gemeinschaftliches Handeln auf europäischer Ebene zu bewältigen.

Die Präsidenten fordern die EU auf, alles dafür zu tun, das Schengen-System zu erhalten. Es sei Voraussetzung für Wachstum und Wohlstand. Denn die Wirtschaft sei in Zeiten der Globalisierung auf den reibungslosen grenzüberschreitenden Warenverkehr angewiesen. Die EU müsse der Europäischen Grenzschutzagentur Frontex mehr Kompetenzen, Handlungsfreiheit und Mittel zur Verfügung stellen. Außerdem gelte es, die wirtschaftliche Konvergenz in Europa voranzubringen.

Gerade jetzt werde deutlich: »Wir brauchen auch in der Außen- und Sicherheitspolitik mehr Europa, um den Katastrophen und Konflikten jenseits unserer Grenzen nicht weitgehend einfluss- und machtlos gegenüberzustehen. Fluchtursachenbekämpfung funktioniert nur, wenn wir die Krisenregionen stabilisieren und den Menschen in oder nahe ihrer Heimat helfen, sich zu entwickeln«, heißt es in der Erklärung. Alle europäischen Mitgliedsstaaten seien aufgefordert, ihrer Verantwortung bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gerecht zu werden. Staaten, die dies ablehnen oder gar auf nationale Alleingänge setzen, könnten auch für sich selbst nicht die Solidarität der Europäischen Union einfordern.

>> Gemeinsame Erklärung von BDI, BDA und MEDEF
 
  Digitalisierung geht uns alle an
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BDI-Präsident Ulrich Grillo
»Die vierte industrielle Revolution ist ein zentrales Thema für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie – und damit für die Zukunft unserer Industrie. Leider haben noch nicht alle deutschen Industrieunternehmen die Bedeutung von Industrie 4.0, das heißt der digitalen Transformation, für ihr eigenes Geschäft verstanden.

Dies gilt insbesondere für den deutschen Mittelstand: Umfragen zeigen regelmäßig, dass ein Großteil des deutschen Mittelstands sich selbst noch nicht als digitalisiert ansieht.
Sei es, weil die Bedeutung der Digitalisierung für die Branche oder das Unternehmen überhaupt nicht gesehen wird oder weil die Betriebe noch nicht über die richtigen Antworten und Strategien für die digitale Transformation ihres Unternehmens verfügen. Das ist bedenklich. Kein Industriezweig wird sich zurücklehnen und sagen können: Digitalisierung? Das geht uns nichts an!

Chancen der Digitalisierung aufzeigen

Der BDI und viele andere Akteure – auch die Politik – arbeiten stark daran, unsere Unternehmen weiter für das Thema zu sensibilisieren. Es geht darum, den Unternehmen – vor allem dem Mittelstand – etwa durch Demonstrations- und Testzentren die vielen Möglichkeiten und Chancen des digitalen Wirtschaftens aufzuzeigen. Schließlich erfasst die digitale Transformation sämtliche Stufen der industriellen Wertschöpfung, von der Logistik über die Produktion bis hin zur Dienstleistung – und das branchenübergreifend.

Sie bietet die Chance, enorme volkswirtschaftliche Potenziale freizusetzen für: eine ressourcensparende Logistik, eine flexiblere Arbeitswelt, effizientere Mobilität, schonendere Medizin und umweltfreundlichere Produktion. Es gibt inzwischen viele Studien, die das Potenzial der digital vernetzten Produktion untersucht haben. Je nach Branche sind Effizienzgewinne von bis zu 25 Prozent in der Produktion möglich. Damit ist Industrie 4.0 zentral für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.

Entscheidend sind die neuen Geschäftsmodelle

Industrie 4.0 endet nicht am Werkstor; es reicht nicht, digital vernetzt zu produzieren. Durch Industrie 4.0 können wir nicht nur Kosten senken, sondern auch die Umsätze erhöhen. Eine Möglichkeit für neue Geschäftsmodelle könnte etwa im Aufbau von Plattformen bestehen, die Unternehmen mit ihren Kunden und Zulieferern vernetzen und über die neue Services angeboten werden. Wenn wir es in der deutschen Industrie zukünftig schaffen, weniger vom Produkt und mehr von der Dienstleistung her zu denken, dann haben wir gute Chancen.

Diese neuen digitalen Geschäftsmodelle zu finden, zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen, ist eine große Herausforderung für unsere Unternehmen. Umso wichtiger ist es, dass in den Unternehmen Digitalisierung zur Chefsache wird. Denn Digitalisierung ist nicht einfach ein IT-Thema. Ob sich der CEO selbst des Themas annimmt oder es einen eigenen CDO, einen Chief Digital Officer, gibt: Es kommt darauf an, die Digitalisierung des Geschäfts als strategisches Führungsthema wahrzunehmen. Ein Thema, dass für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entscheidend ist.

Digitalisierung als strategisches Führungsthema

Ich bin überzeugt, dass wir in Deutschland gute Voraussetzung haben, um in der Zukunft der Industrie 4.0 an der Spitze zu stehen. In einer Studie zur ›Digitalen Transformation der Industrie‹, die der BDI zusammen mit Roland Berger im vergangenen Jahr durchgeführt hat, kam heraus: Wenn die digitale Transformation in die richtigen Bahnen gelenkt wird, winkt Deutschland ein zusätzliches Wertschöpfungspotential von 425 Milliarden Euro bis 2025. Europa könnte bis 2025 sogar einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen.

Und wir haben in Deutschland gute Voraussetzungen, die Potenziale zu heben. Unser Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt liegt mit fast 23 Prozent auf hohem Niveau. In den USA sind es zum Beispiel nur etwa 13 Prozent. Zudem ist die deutsche Industrie hochinnovativ: Im jüngsten Innovationsindikator von BDI und Acatech, der Akademie der Technikwissenschaften, belegt Deutschland den fünften Platz – vor  unseren stärksten Wettbewerbern USA ( Rang 8), Südkorea (13), Japan (20) oder China (26). Klar, dass wir in den nächsten Jahren viele innovative, digitale Geschäftsmodelle in der deutschen Industrie sehen werden.«

>> Zur Studie »Die digitale Transformation der Industrie«
>> Zum Innovationsindikator 2015

 
BDI-Verbände
  Neues Bündnis zur Bekämpfung wirtschaftlicher Fluchtursachen
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Im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird ein Runder Tisch mit Teilnehmern aus Tourismuswirtschaft und Entwicklungsexperten ins Leben gerufen. Ziel des auf Vorschlag des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) initiierten Bündnisses ist es, gemeinsam Projekte zu erarbeiten, die den Menschen in den betroffenen Ländern vor Ort eine Arbeits- und Lebensperspektive geben. »Wir freuen uns, dass Bundesminister Gerd Müller unseren Vorschlag aufgenommen hat, einen Runden Tisch in seinem Ministerium zu installieren und mit diesem Bündnis die Tourismuswirtschaft noch stärker mit der Entwicklungszusammenarbeit zu verknüpfen«, kommentierte BTW-Präsident Michael Frenzel. »Die Tourismuswirtschaft ist ein starker Partner für die Entwicklungspolitik. Wir entwickeln gemeinsam Perspektiven für die Menschen in den Entwicklungsländern. Nachhaltiger Tourismus schafft Arbeitsplätze und schützt die Umwelt«, bekräftigte Bundesminister Gerd Müller.

www.btw.de

  Richtiger Kurs, aber Engpässe bleiben
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Als durchwachsen bezeichnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) den Mitte März vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans. Dies macht Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Initiative Verkehrsinfrastruktur, in einer ersten Einschätzung deutlich: »Erfreulich ist, dass mit der Priorisierung von Projekten der bundesweite Gedanke im Vordergrund steht. Auch die Anbindung der Seehäfen an das Hinterland hat an Bedeutung gewonnen. Die Erweiterung des Wesel-Datteln-Kanals, den Ausbau der Schleusen auf den Flüssen Neckar und Mosel sowie die Verbesserung der Abladesituation auf dem Rhein im Mittelrheingebiet sowie zwischen Duisburg und Köln als vorrangig einzustufen, ist der richtige Kurs. Denn damit besteht die Möglichkeit, das Binnenschiff stärker als bislang zu nutzen. Mit dem geplanten Ausbau der Schienenanbindung zum Chemiepark in Burghausen werden ebenso wichtige Weichen gestellt.«

www.vci.de

  ICAO-Generalsekretärin und BDL-Präsident einig bei Klimaschutz
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Zwischen der Generalsekretärin der UN-Luftfahrtorganisation ICAO (International Civil Aviation Organization), Fang Liu, und dem BDL-Präsidenten Klaus-Peter Siegloch herrscht Einigkeit darüber, was im internationalen Luftverkehr derzeit höchste Priorität hat: die Verabschiedung eines internationalen Klimaschutzabkommens. Das wurde bei einem Treffen Ende März beim Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft in Berlin deutlich. »Die ICAO hat in den vergangenen Jahren mit großer Entschlossenheit  daran gearbeitet, ihre Mitgliedsstaaten auf dem Weg zu einem CO2-
neutralen Wachstum des internationalen Luftverkehrs ab 2020 zu unterstützen. Erst kürzlich wurde mit der Festlegung des ersten CO2-Standards für Flugzeugemissionen ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg erreicht«, sagte Fang Liu am Montag in Berlin. 

www.bdl.aero

 
  Warenverkehrsfreiheit für Komposte und Gärprodukte in greifbarer Nähe
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Die Europäische Kommission hat Mitte März einen Vorschlag mit Vorschriften für die Bereitstellung von Düngeprodukten mit CE-Kennzeichnung vorgelegt. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft begrüßt die darin vorgenommene Ausweitung des Anwendungsbereiches, der erstmalig auch organische Düngemittel umfasst. Komposte und Gärprodukte können zukünftig »Düngeprodukt mit CE-Kennzeichnung« werden und als Waren frei innerhalb der EU gehandelt werden. Komposte und Gärprodukte, die die Anforderungen an die CE-Kennzeichnung erfüllen, erlangen den Produktstatus und gelten nicht mehr als Abfall. BDE-Präsident Peter Kurth: »Wir begrüßen den Verordnungsentwurf ausdrücklich. Die EU-
Kommission eröffnet damit die Möglichkeit, dass unsere Komposte und Gärprodukte das Abfallende erreichen können und damit dem freien Warenverkehr unterliegen.«

www.bde.de

  Deutsche Pkw mit bester Langzeitqualität
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Komfort, höchste Sicherheits- und Umweltstandards sowie Premium-Qualität gehören zu den herausragenden Eigenschaften deutscher Automobile. Wie erfolgreich die deutschen Hersteller in ihrer Fokussierung auf Top-Qualität sind, zeigt das hervorragende Abschneiden deutscher Marken in aktuellen Qualitäts-Rankings beim Dekra-
Gebrauchtwagenreport 2016 und dem TÜV-Report 2016. »Beide Reports zeigen: Deutsche Autos sind besonders zuverlässig. Höchste Qualität in Entwicklung und Produktion ist in unseren Mitgliedsunternehmen Chefsache. Neben den Herstellern haben vor allem auch die Zulieferer einen ganz wesentlichen Beitrag zur Langzeitqualität der deutschen Autos geleistet. Ihr Anteil an der Wertschöpfung eines Autos liegt bei über 70 Prozent«, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobil-
industrie.

www.vda.de

  Die deutsche Bauwirtschaft startet schwungvoll ins neue Jahr
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Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe des aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um nominal 11,4 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte damit den höchsten Januarwert seit 1996. Im Vergleich zum Vormonat sind die Aufträge nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um ein Prozent gestiegen (arbeitstäglich-, saison- und preisbereinigt). Damit setzt sich die gute Entwicklung des Vorjahres fort: Die Bauunternehmen meldeten für das Gesamtjahr 2015 ein Orderplus von nominal 5,2 Prozent. Entsprechend optimistisch schauen die Unternehmen auf das laufende Jahr: Im Rahmen des aktuellen ifo Konjunkturtests gaben 94 Prozent der Befragten an, dass sie für die kommenden sechs Monate eine bessere bzw. gleichbleibende Geschäftslage erwarten, so viele wie noch nie.

www.bauindustrie.de

 
  Herzlich willkommen, USA!
Unter dem Slogan »Welcome USA« stehen die transatlantischen Beziehungen im Fokus der weltgrößten Industriemesse 2016 ab 25. April. Mit dem Wirtschaftsforum und dem U.S.-German Business Summit gibt der BDI Impulse für die Vertiefung der Beziehungen zum diesjährigen Partnerland.

Den Business Summit am 25. April werden BDI-Präsident Ulrich Grillo und der Präsident der U.S. Chamber of Commerce, Tom Donohue, nutzen, um eine gemeinsame Erklärung zu TTIP an die Regierungsvertreter zu übergeben. Darin werben beide Verbände für den Abschluss eines umfassenden und ehrgeizigen  Abkommens.

Redner sind die US-Wirtschaftsministerin Penny Pritzker, der EU-Kommissar für Digitales Günther Oettinger, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Joe Kaeser (Siemens), Andrew Liveris (Dow Chemical) und Satya Nadella (Microsoft). Und natürlich präsentieren bis zum 29. April Technologieführer Innovationen aus Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern. Motto: Integrated Industries – Discover Solutions.

Ansprechpartner:
Tim Zeller
T.Zeller@bdi.eu

  BDI fordert ein modernes Investitionskapitel für TTIP
Die Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland haben sich seit 1990 verfünffacht. Dieses Auslandsengagement sichert Wohlstand und Arbeitsplätze zuhause und im Ausland.

Auslandsinvestitionen gehen aber mit Risiken einher. Schutz vor Diskriminierung, unfairer Behandlung oder vor Enteignung kann Investoren ermutigen. Das bieten völkerrechtliche Investitionsschutzverträge. Bei Vertragsbruch kann ein Investor von dem Staat, in dem er investiert hat, vor einem Schiedsgericht Schadenersatz verlangen. Dieses völkerrechtliche Instrument wurde von Deutschland erfunden. Noch heute unterhalten wir weltweit die größte Anzahl dieser Verträge. Allerdings gibt es auch Reformbedarf bei Investitionsschutzverträgen. Im Interesse der Bürger muss die Regulierungshoheit des Staates gesichert sein. Verwendete Rechtsbegriffe müssen präzise sein, damit Staat, Bürger und Investoren wissen, worauf sie sich einlassen. Auch sollten neue Abkommen Berufungsverfahren vorsehen.
Es gibt gute Gründe, auch im geplanten transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP) ein modernes Investitionskapitel aufzunehmen. Die USA sind Europas wichtigster Wirtschaftspartner, da lassen sich Investitionsstreitigkeiten nicht ausgeschließen. Die EU-Kommission hat Ende 2015 einen fortschrittlichen Vorschlag zur Ausgestaltung des Investitionsschutzes in TTIP vorgelegt. Sie geht darin auf die bereits genannten Kritikpunkte ein. Noch ist nicht bekannt, wie die US-Regierung auf den Vorschlag reagieren wird. Sicher ist: Ein modernes Investitionsabkommen mit den USA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem besseren weltweiten Standard für Investitionsverträge.

Ansprechpartnerin:
Stormy-Annika Mildner
S.Mildner@bdi.eu

  Liberalisierung für Investitionen zügig umsetzen
Der indische Premierminister Narendra Modi traf Spitzenvertreter der Europäischen Union Ende März in Brüssel. Teil des 13. EU-Indien-Gipfels waren Gespräche über eine mögliche Wiederbelebung der Freihandelsverhandlungen.

»Ein Freihandelsabkommen der EU mit Indien könnte ein Meilenstein in der Öffnung des indischen Marktes für die deutsche Industrie sein«, sagte Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. »Indien ist ein wichtiger Wachstumsmarkt, allerdings noch mit hohen Hürden beim Marktzugang.« Während seines Deutschland-Besuchs im vergangenen Jahr kündigte Indiens Premierminister Narendra Modi eine umfangreiche Liberalisierung für Investitionen in Indien an. Der BDI fordert nun die zügige Umsetzung. Für einen Durchbruch beim Freihandelsabkommen brauchen wir den Abbau von Zöllen, Zusatzabgaben und nicht-tarifären Handelshemmnissen etwa für Autos, Maschinen und Industrietextilien. Auch müssen ausländische Unternehmen gleichberechtigten Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt in Indien erhalten wie einheimische Firmen.«

Ansprechpartner:
Friedolin Strack
f.strack@bdi.eu

 
  Marktchancen für deutsche Industrie
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EABC-Präsident Dennis Karera (li.) mit Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung
Der BDI hat den Präsidenten des East African Business Council (EABC), Dennis Karera, Ende März in Berlin empfangen. Ziel war es, die Zusammenarbeit des BDI mit dem ostafrikanischen Wirtschaftsverband zu vertiefen und einen direkten Austausch mit deutschen Unternehmen zu ermöglichen. 

Teil von Kareras einwöchigem Programm war ein Arbeitsfrühstück im BDI mit Stefan Mair, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, und weiteren Industrievertretern, um über Geschäftsmöglichkeiten und aktuelle Entwicklungen in Ostafrika zu informieren. Dabei betonte er, dass der ostafrikanische Markt insbesondere für die Textil-, Schuh- und Automobilindustrie attraktiv sei. Die Staaten der Ostafrikanischen Gemeinschaft wollen den Aufbau der heimischen Industrie unterstützen und Wertschöpfungsketten vor Ort schaffen. Zu diesem Zweck sollen binnen drei Jahren die Importe für gebrauchte Kleidung und Schuhe verboten werden. Ähnliche Vorhaben gibt es auch für den Import von gebrauchten Fahrzeugen. Für Karera stellt dieses Politikvorhaben eine Chance für deutsche Investitionen in Ostafrika dar.

Im Rahmen der »BDI-Strategie Subsahara-Afrika. Chancenkontinent Afrika« intensiviert der BDI seine Beziehungen zu Ost- und Westafrika. Vor allem mit der wirtschaftlich dynamischen Region Ostafrika pflegt der BDI einen intensiven Austausch. Seit 2015 besteht zwischen dem BDI und dem ostafrikanischen Wirtschaftsverband EABC eine Verbandspartnerschaft.

>> Zur BDI-Strategie Subsahara Afrika


Ansprechpartnerin:
Katharina Loy
k.loy@bdi.eu

  Wirtschaft braucht mehr Markt
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Der Strukturwandel der chinesischen Wirtschaft ist risikobehaftet, wenn wichtige Reformen ausbleiben. Anlässlich der Verabschiedung des 13. Fünfjahresplans in Peking äußerte sich der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) zum Reformbedarf.

»Aus Sicht der deutschen Wirtschaft muss die Leitlinie der chinesischen Regierung im Reformprozess auch weiterhin klar dem Schlagwort ›mehr Markt‹ folgen«, sagte Hubert Lienhard, Vorsitzender des APA. Dazu gehöre auch, vorhandene Überkapazitäten abzubauen und nicht auf Drittmärkte umzuleiten, sagte Lienhard, der auch Vorstandsvorsitzender von Voith ist. China müsse den Marktzugang für ausländische Unternehmen verbessern und mehr Branchen für eigenständige ausländische Investitionen öffnen, sagte Lienhard.

Ziel müssten gleiche Rahmenbedingungen für europäische Firmen mit Niederlassungen in China und chinesische Firmen sein. Zudem brauche China neben dem Ausbau der Informationsinfrastruktur ein offeneres Innovationsumfeld sowie umfassende Privatisierungen. Der APA ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft im Dialog mit der Politik in Deutschland und in den asiatischen Partnerländern.
 
Ansprechpartner:
Friedolin Strack
f.strack@bdi.eu

 
  Deutscher Kulturförderpreis 2016: Jetzt bewerben
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Die Preisträger und Jurymitglieder des Deutschen Kulturförderpreises 2015
Unternehmerisches Kulturengagement spielt für den Kulturstandort Deutschland eine wichtige Rolle. Dieses Engagement soll bestärkt werden und zur Nachahmung anregen. Daher vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI gemeinsam mit seinen Partnern Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt seit 2006 jährlich den Deutschen Kulturförderpreis – die einzige bundesweite Auszeichnung für unternehmerisches Kulturengagement.

Firmen aller Branchen können sich bis zum 15. Juni mit einem Kulturförderprojekt der vergangenen 24 Monate bewerben. Der Preis wird in den Kategorien große, mittlere und kleine Unternehmen vergeben und richtet sich nicht nach der Höhe der Förderausgaben.

Im Rahmen einer feierlichen Gala werden die Preise am 24. November in Frankfurt am Main verliehen. Eine hochkarätig besetzte Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien beurteilt alle eingereichten Projekte nach Kriterien wie kulturelle Relevanz, Kreativität des Förderkonzepts sowie dessen Nachhaltigkeit und Wirkung in der Öffentlichkeit.

>> Mehr Informationen


Ansprechpartnerin:
Dorine Wolf
d.wolf@kulturkreis.eu

  BDI-Termine: >> bdi.eu/der-bdi/aktivitaeten-und-veranstaltungen
05.04.2016 Greece-Germany Business Forum Berlin
24.04.2016 Wirtschaftsforum Hannover
25.04.2016 U.S.-German Business Summit Hannover
05.10.2016 Tag der Deutschen Industrie 2016 (2 Tage, nur auf persönliche Einladung) Berlin
16.10.2016 Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage 2016 (3 Tage) Weimar
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Bildnachweise: BDI/Kruppa (1,3), Fotolia/goldencow images (1), BDI (1,7), Fotolia (1,7), Peter Himsel (1,8)

Redaktion: Holger Lösch und Dr. Jobst-Hinrich Wiskow (V.i.S.d.P.),
Maximilian Bettzuege, Elisa-Marie Hassel, Sonja Wanjek
Die Verantwortung für die Inhalte der Fremdbeiträge tragen die jeweiligen Autoren.

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Herausgeber: Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. Breite Straße 29; 10178 Berlin Bild fehlerhaft